Ende des Corona-Läuten

Mit­te März 2020 traf das Coro­na­vi­rus Deutsch­land beson­ders hart. Die Zahl der Toten ver­dop­pelt sich und das öffent­li­che Leben erlahmt zuse­hends, wor­auf­hin Bund und Län­der erst­ma­lig beschlie­ßen, Geschäf­te zu schlie­ßen und Got­tes­diens­te sowie Ver­samm­lun­gen abzu­sa­gen.
Damals hoff­ten wir, die Pan­de­mie wäre rasch in den Griff zu bekom­men.
Dass Herbst und Win­ter uns ganz ande­re Zah­len brach­ten, hat­te kaum jemand für mög­lich gehal­ten.
Ein Jahr mit viel Angst, Trau­er, Exis­tenz­not, Ein­schrän­kun­gen, Ein­sam­kei­ten,
Ver­lus­ten. Seit­dem beglei­tet uns all­abend­lich um 19.30 Uhr das soge­nann­te „Coro­na-Läu­ten“: fünf Minu­ten, die Men­schen im Hören, im Schwei­gen, im Beten, im Geden­ken ver­bin­den kön­nen.
Ein Mahn­läu­ten, ein Geden­kläu­ten: ein Jahr lang.
Vie­len ist es wich­tig gewor­den, man­che nervt es.