Kir­chen und Kino. Der Film­tipp 26. März 2026 | 19.30 Uhr | Cine­plex Hamm

Kir­chen und Kino: ein Ver­hält­nis zwi­schen hef­ti­ger Ableh­nung und gesuch­ter Nähe. Dabei sind die Berüh­rungs­punk­te grö­ßer als ange­nom­men, denn zen­tra­le Momen­te eines jeden Lebens: Lie­be, Hoff­nung, Treue, Hin­ga­be, Ver­trau­en, Lei­den, Ster­ben, Hoff­nungs­lo­sig­keit, Ver­zweif­lung, Lebens- und Lie­bes­sehn­sucht sind die The­men des Films, zugleich aber auch Kern­the­men christ­li­chen Glau­bens. Grün­de genug, dass Christ*innen und der künst­le­risch auto­no­me Film sich gegen­sei­tig wahr­neh­men und ihr jeweils eige­nes Wis­sen, wie denn Leben gelin­gen könn­te, ins Gespräch brin­gen.
Kir­chen + Kino.
Der Film­tipp, ein öku­me­ni­sches Pro­jekt, prä­sen­tiert Fil­me, die von der evan­ge­li­schen und katho­li­schen Film­ar­beit in Deutsch­land und der Schweiz als Film des Monats bzw. als Kino­tipp der katho­li­schen Film­kri­tik her­vor­ge­ho­ben wur­den. Es sind über­zeu­gen­de Fil­me, die unab­hän­gig von ihrer jewei­li­gen geis­ti­gen Behei­ma­tung die Sehn­sucht nach dem Ande­ren, nach einem ›Mehr des Lebens, auf­recht­erhal­ten.
Der Film­tipp
zeigt gelun­ge­ne Fil­me ver­schie­de­ner Gen­res.
Der Film­tipp
möch­te anre­gen zum genau­en Hin­se­hen und Lust am Sehen ver­mit­teln, auf­klä­ren und zugleich pures Kino­ver­gnü­gen berei­ten.
Las­sen Sie sich ein auf die Welt und die Welt des Kinos.

Don­ners­tag | 26. März 2026 | Mit der Faust in die Welt schla­gen | Roman­ver­fil­mung um zwei jun­ge Brü­der in der säch­si­schen Pro­vinz Mit­te der 2000er-Jah­re, die den Zer­fall ihrer Fami­lie zwi­schen bau­fäl­li­gem Eigen­heim, Arbeits­lo­sig­keit und Alko­hol­miss­brauch erle­ben. Eine Stu­die über Men­schen in einer struk­tur­schwa­chen Regi­on, deren Träu­me vom idyl­li­schen Fami­li­en­le­ben an der bit­te­ren Rea­li­tät schei­tern. DE 2024

In der ost­säch­si­schen Pro­vinz bekommt eine vier­köp­fi­ge Fami­lie nach der Jahr­tau­send­wen­de die Fol­gen der neu­en kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schafts­form zu spü­ren. Obwohl sie sozi­al zunächst auf­steigt, fol­gen bald zuneh­men­de Span­nun­gen, Ent­frem­dung und ein Aus­ein­an­der­bre­chen. Die bei­den jun­gen Söh­ne erle­ben die Wand­lun­gen beson­ders haut­nah und wer­den anfäl­lig für rech­tes Gedan­ken­gut. Das packen­de Gesell­schafts­por­trät han­delt sub­til von den Umbrü­chen in ost­deut­schen Bio­gra­fien und kon­zen­triert sich auf die Befind­lich­kei­ten der Men­schen in den neu­en Bun­des­län­dern, wobei er auch Ent­täu­schung und Radi­ka­li­sie­rung nicht dämo­ni­siert. Sehens­wert ab 14.